Plattdeutsches Theater

Spartenleiter: Eva-Maria Rose

 

Telefon: 0163 - 8435481

E-Mail: theater@mtv-ramelsloh.de

Link: www.mtv-theater.de

 

Mitspielen:

Nur auf Anfrage! Du hast Interesse der plattdeutschen Theatergruppe beizutreten? Dann bitte Kontakt mit der Spartenleiterin Eva-Maria Rose aufnehmen.

Aufführung 2018

 

In diesem Jahr wird das Stück "Een Froo för den Klabautermann" vun Christof Wehking aufgeführt. Jetzt im Haus der Landeskirchlichen Gemeinschaft Ohlendorf, Missionsweg 11.

Vorverkauf der Karten am Samstag, den 01.09.2018 um 9.00 Uhr im MTV Vereinsheim, Ohlendorfer Str. 17.

Danach bis zur jeweiligen Aufführung im Restaurant MoOoVe in der Tennishalle Ramelsloh, Ohlendorfer Str. 15 (Montag Ruhetag) und an der Abendkasse.

 

 

Termine für 2018:

Sa        29.09.2018      Abendvorstellung            19.30 Uhr           

So        30.09.2018      Abendvorstellung            19.30 Uhr

Mi        03.10.2018      Nachmittagvorstellung      15.30 Uhr

Fr        05.10.2018      Abendvorstellung             20.00 Uhr

Sa        06.10.2018      Abendvorstellung             19.00 Uhr

So         07.10.2018      Nachmittagsvorstellung    15.30 Uhr

Fr         12.10.2018       Abendvorstellung             20.00 Uhr

So           13.10.2018         Abendvorstellung                20.00 Uhr

 

 „Een Froo för den Klabautermann“   

von Christof Wehking

 

„3 Mannslüüd bruukt een Froo“ Wonehm dat Stück vun hannelt


Männichmal kann een Arvschop ok to’n Last warrn. So geiht dat ok de dree Bröder in uns Stück. Ole (50 Johr olt), Nils (40 Johr olt) un Jens Sörensen (30 Johr olt, also all fein akraat in densülvigen Afstand geboren) hebbt vun jüm ehrn Unkel een Gastwirtschaft arvt, den „Klabautermann“. Nu sünd de dree aber vun Natur ut keen Gastwirte. Se föhrt veel lever mit jüm ehr Schipp up See rut un fischt Granat, also Krabben. Nu hebbt se afmaakt, dat se jümmer to tweet fischt un de drütte mutt denn den Kröger speelen, jümmer ümschichtig. Weil se to de Wirtschaft aber keen Lust hebbt (obwohl se giern ein’n drinkt), keen Froo in’n Huus is un se ok keen Huushöllersch finn’n künnt, verkummt de ganze Kraam mit de Tiet in Schiet un Dreck.
Doch de Breefdrägersch Lisa Paulsen weet Rat: een vun de dree mutt sik opfern un heiraten! Schnell sünd sik Ole un Nils eenig: Jens mutt freen, weil he de Jüngst is. Dor kann he sik noch so dull wehren.
Nu is dat mit dat Heiraten aber so’n Saak: du machst dat noch so giern wüllen, wenn dor keen Froo is, de ok will, denn ward dat schwierig. Wo kriegt de dree nu aber een passende Froo her? Lisa hett de Lösung: een Heirats-Annonce mutt upgeben warrn, Öwerschrift „Herzenswunsch“. In de Twüschentiet helpt Lotti, Lisa ehr Nichte, de jüst bi ehr in Urlaub to Besöök is, de dree Fischers ut dat Gröwste rut. Dat gefallt de dree Seelöwen so goot, dat … aber nu harr ik bald to veel verraden. Kiekt jo dat man ruhig sülven an. Denn ward ji ok gewohr, wat dat för Froonslüüd sünd, de sik up de Heirats-Annonce mellen dauht un wat de Sörensens för’n Indruck up düsse Heiratskandidatinnen makt. Een dorvun, Rosemarie Poolmann, bruukt jedenfalls achteran eenen Rechtsbeistand. De heet Else Trödelmeyer un is eegentlich een ganz vernünftige Froo, de irgendwann de Nees vull hett un up den Disch haut. Worüm se dat deiht, worüm se to’n Schluss noch ‘n Kirschlikör kriggt un ob dat glücken deiht mit de Heiraterei, dat künnt ji all in uns neiet Theaterstück seihn. Denn gifft dat ok een Antwurt up de wichtigste Fraag: ob sik leßden Enn’s woll een Froo för den Klabautermann finnen deiht.


Otto Cordes

Noch einmal „För de Katt“


Mit der Theatergruppe im MTV Ramelsloh steht eine der traditionsreichsten niederdeutschen Amateur-Theatergruppen im Landkreis Harburg vor einer ungewissen Zukunft. Seit 1946, also seit 71 Jahren, bringt sie jedes Jahr ein plattdeutsches Theaterstück auf die Bühne des „Ramelsloher Hofs“ und nun steht eben diese angestammte Spielstätte, die letzte Gastwirtschaft in Ramelsloh, vor dem Aus. Wie die Zukunft aussehen wird, weiß niemand. Gerüchte gibt es haufenweise, aber keine Gewissheit. Vom Abriss ist die Rede und dem anschließenden Neubau von Mehrfamilienhäusern, über die Suche nach einem neuen Pächter oder Investor wird spekuliert, aber Konkretes ist nicht zu erfahren.
So liegt dann auch die Zukunft des plattdeutschen Theaters in Ramelsloh im Dunkeln. Nur eins steht fest: Im Herbst 2017 wird noch einmal gespielt! …und zwar das alte, beliebte, landauf, landab vielgespielte Stück

 

 „För de Katt“   
von August Hinrichs
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Die Rollen sind verteilt, die Proben laufen auf Hochtouren, die Termine der Aufführungen stehen fest (siehe unten). Vor dem Hintergrund der Befürchtung, es könne sich hier um die Abschiedsvorstellungen der Gruppe handeln, haben die Ramelsloher Theaterspieler ein traditionelles, etwas derbes Bauernstück ausgesucht.
Wie es der Titel schon verrät, geht es in dem Stück, das in Ramelsloh schon einmal aufgeführt wurde, nämlich 1965, also vor über 50 Jahren, um eine Katze. Die soll die Küken von Bauer Gerd Tapken gefressen haben und wird von diesem kurzerhand erschossen. Das bringt die Besitzerin, die Wirtin Katrin Gerken, dermaßen auf die Palme, dass die gutnachbarlichen Beziehungen zu Tapken in die Brüche gehen, und zwar gründlich und unwiderruflich, wie es scheint. Auch die heimliche Liebe zwischen Katrins Tochter Meta und Tapkens Sohn Peter wird durch diesen Vorfall schwer beschädigt, zumal Meta anscheinend auch ein Auge auf Kruse, den jungen Gast des Hauses geworfen hat. Auch die amouröse Beziehung zwischen Knecht Frerk und Magd Fieken leidet, als Peter mit der Magd anbändelt, um Meta eifersüchtig zu machen. Die Situation eskaliert als Katrin den Auktionator Mählmann („Mokt wi! Mokt wi!“) hinzuzieht, der für sie eine Klage gegen Tapken aufsetzen soll. Wie sich die konfliktreiche Situation auflöst, und es schließlich doch zum Happy End kommt, wird hier nicht verraten.